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Die Tafeln von Chartres – Himmelsleiter ins kollektive Selbst- bzw. Herzbewusstsein


Der Verstand polarisiert und erntet Spaltung,
Das Herz sät Liebe und erntet Einheit.
Der Verstand kann die Einheit nicht erfassen,
Aber das Herz kann den Verstand integrieren.

Die Bewusstseinsebene des Herzens ist das Selbst,
Die Erfahrungsebene des Verstandes ist das Ich.
Die Erfahrungsebene des Selbst ist die Einheit allen Seins.
Und nur dort erlebt sich auch das Ich bewusst im WIR.

Januskopf: Allegorie eines ganzheitlichen Bewusstseins
Januskopf: Allegorie eines ganzheitlichen Bewusstseins

Die Tafeln von Chartres

Bei den Tafeln von Chartres handelt es sich um eine visuelle archaische Meditationstechnik bzw. ein Gehirntraining, welches die Aktivität unsere beiden Großhirnhemisphären auf ganz unmittelbare Weise ausbalanciert. Dies kann in Folge zur Entfaltung unseres vollen Bewusstseins- bzw. Herzpotentials führen, woraus auf ganz natürliche Art ein holistisches Selbst- und damit Weltbild resultiert. Ganz im Sinne der Inschrift am alten Apollontempel zu Delphi:

Erkenne was Du (wirklich) bist“

Die beiden Bewusstseinsebenen des Menschen – Ich und Selbst

Neben der Erfahrungsebene der Ich-Persönlichkeit des Individuums (3D), existiert, meist im Unbewussten verborgen, noch eine weitere Bewusstseinsebene welche bewusst erlebt werden kann. Diese ist die Existenzebene des Selbst, welche unter vielen Namen bekannt ist (Samadhi, Tao, Himmelreich, Jetzt, Leerheit, Nirvana usw.)

Das Selbst ist, was Wir wirklich sind. Unsere wahre Natur innerhalb des Einen Bewusstseins. Im Selbst, sind Wir mit allem erfahrbar Eins. Denn es gibt nur ein Selbst, welches sich durch die gesamte Schöpfung, bewusst und oder unbewusst, erfährt.

Erwachen bedeutet, sich bewusst als das Eine Selbst zu erkennen und aus dessen Perspektive und Position heraus durch das Individuum zu handeln und zu Sein. Dann, erleben Wir uns in innerer Ganzheit auf beiden Ebenen zugleich.

Als Individuum im Selbst,
Als das Eine innerhalb der Vielheit,
Als kollektives WIR SIND!

Die Bewusstseinsebene des Selbst

Im unmittelbaren Erleben als Selbst, erscheint die Einheit als der primäre ursprüngliche universelle Grundzustand allen Seins (Samadhi). Damit in diesem Herzensozean aus Energien, Schwingungen und Informationen auch eine Individualerfahrung möglich wird, braucht es eine Bewusstseinsinstanz, welche all diese Frequenzen als scheinbar voneinander getrennte in Erscheinung treten lässt. Diese Instanz ist der Verstand, mit und innerhalb dessen Projektionen, der Mensch sich leider identifiziert und darin verloren hat.

Auf der Erfahrungsebene des Selbst erscheint die Welt nicht aufgespalten in ein Innen und Außen. Dort, in der Einheit allen Seins, sind Wir der sich seiner Selbst bewusst gewordene Herzensraum, „innerhalb“ dessen die Welt als Spieglung des Bewusstseins in Erscheinung tritt. Dieser Spiegel, spiegelt uns unmittelbar unser Selbst- und somit Weltbild dynamisch wider. Aus der Perspektive eines vom Selbst isolierten Verstandes jedoch, erscheint ihm diese Spiegelung als scheinbar von ihm getrennt existierende 3D-Außenwelt.

Im Idealfall erlebt der Mensch seine Existenz sowohl auf der Ebene des Verstandes (Ich-Ebene) wie auch zeitgleich bewusst auf der Ebene des Selbst. Diese synchrone, holistische Existenzerfahrung erscheint als das ICH BIN, welches sich exakt in der Mitte zwischen den beiden Polen des Kontinuums befindet. Auf der einen Seite das Selbst (Samadhi) und auf der gegenüberliegenden Seite die Identifikation.

Die Ich-Abspaltung vom Selbst als primäre Ursache der globalen Symptome unserer Zeit

Nun ist der Mensch aus genau dieser Mitte gefallen und erlebt sich überwiegend identifiziert mit der Ebene des Verstandes. Sein daraus resultierendes einseitiges Selbstbild spiegelt sich nun auch als entsprechendes Weltbild für ihn wider und wird zur primären Ursache für die aus der Balance geratenen Zustände auf diesem Planeten. Unbewusst verlaufen in den Identifikationen seiner eigenen Spiegelprojektionen, erzeugt der abgespaltene Verstand nun eine gefährliche Schieflage im 3D-Spiegelbild seines Bewusstseins. Nicht wahrnehmend, dass er selbst dieses Spiegelbild ist.

Aus dieser Erkenntnis wird ersichtlich, dass der einzige Weg um diese Schieflage wirklich nachhaltig zu beenden nur darin bestehen kann, sich der im individuellen und kollektiven Unbewussten verschütt gegangenen Ebene des Selbst, wieder unmittelbar zusätzlich bewusst zu werden.

Denn sobald der Mensch wieder ein in sich selbst vereintes ganzheitliches Selbstbild, bestehend aus beiden Existenzerfahrungsebenen, im Bewusstseinsspiegel projiziert, wird dieses unvermeidlich auch als ganzheitliches Weltbild im vermeintlichen „Außen“ in Erscheinung treten müssen.

Auf dem Weg in ein ganzheitlich harmonisches Zeitalter wäre also primär nur eine einzige Aktivität für jeden einzelnen wirklich kollektiv zielführend. Nämlich den bewussten Zugang zum Selbst im eigenen inneren bewusst frei zu legen. Oder mit den Worten der Psychologie: Das Bewusste mit dem Unbewussten bewusst zu vereinen damit letzteres wieder bewusst wird.

Nur auf der Ebene des Selbst sind Wir in der Lage unsere wahre Natur zu erkennen. Erfahren uns unmittelbar als kollektiver Herzensraum (Welt) und jene bedingungslose allumfassende Liebe, welche Wir sind.

Nur aus dem Selbst heraus kann es gelingenden den Verstand als unseren besten Gefährten während unserer Individualerfahrung auf Erden, mit all seinen scheinbaren Unvollkommenheiten, liebevoll in unser wahres Sein als bewusstes Selbst zu integrieren.

Die Tafeln von Chartres – Schlüssel zum Selbst

Mit den Tafeln von Chartres wurde der Menschheit ein ganz direkter Zugangsschlüssel zum Selbst überliefert, welcher aus den genannten Gründen kostbarer in unserer Zeit nicht sein könnte. Denn der in den Brunnen Gefallene Verstand, kann sich unmöglich am eigenen Haarschopf ziehend selbst aus seiner Isolation befreien und alleine jene Schieflage im Spiegelbild „Welt“ korrigieren, welche durch seine Abspaltung vom Selbst entstanden ist. Dazu benötigt er eine ihm entgegenkommende Leiter. Mit den Tafeln von Chartres steht uns allen eine ganz unmittelbare solche Leiter zu den himmlischen Herzensdimensionen des Selbst und der daraus resultierenden holistischen Mensch-Seins-Erfahrung zur Verfügung.

Historischer Hintergrund zu den Tafeln

Die Tafeln von Chartres wurden von französischen Zigeunern überliefert und erst vor wenigen Jahrzehnten, nach jahrhundertelanger Verschwiegenheit, wieder öffentlich geteilt. Ihrer Legende nach erhielten die Zigeuner die Tafeln von einer der drei Marien aus dem engen Kreise der Familie Jesu, welche auf der Flucht vor den damaligen kriegerischen Auseinandersetzungen in Israel, an der französischen Mittelmeerküste, in dem nach diesem Ereignis benannten Ort, Saintes Maries de la Mer, an Land gingen. Noch heute befindet sich dort das zentrale Heiligtum der Fahrenden, welche die Tafeln, die von ihnen als „die Gärten der Einweihung“ bezeichneten wurden, auch vor der katholischen Inquisition bewahren konnten.

Wir finden die Tafeln auch verborgen im neuen Testament, wo Jesus den „Einen lebendigen Leib“, symbolisiert durch Brot und Wein, mit seinen Jüngern an der Tafel des Abendmahls teilt. Auch in der in späteren Jahrhunderten erzählten Gralslegende der “Ritter der runden Tafel” tauchen die Tafeln auf. Und wer sich mit der Geometrie von Leonardo Da Vincis Mona Lisa beschäftigt, wird dabei eine erstaunliche Entdeckung machen.

Die enorme Bedeutung der Tafeln als Herzensschlüssel zur im menschlichen Unbewussten verschütt gegangenen kollektiven Bewusstseinsebene des Selbst und damit eines auf unmittelbarer innerer Erkenntnis (erweiterte Wahrnehmung) beruhenden sogenannten gnostischen Christentums, hat sich am prominentesten jedoch in den Grundrissen der Fundamente aller gotischen Kathedralen des Templerordens erhalten, welcher Anfang des 14. Jahrhunderts einer Verschwörung zum Opfer fiel.

Wie die moderne Archäologie heute weiß, unternahmen die Templer während der Besetzung Jerusalems im 12. Jahrhundert, dort umfangreiche archäologische Grabungen. Sie waren offenbar auf der Suche nach der verschollenen Bundeslade. Die Legende besagt, dass diese Suche erfolgreich gewesen war und dass die Lade nach Chartres gebracht wurde. Am Eingangsportal der dortigen Kathedrale wurde jenes Ereignis in Stein gemeißelt festgehalten, wo es noch heute zu sehen ist.

Die frühesten schriftlichen Hinweise auf die Tafeln finden sich im alttestamentlichen Buch Exodus, in den darin geschilderten Ereignissen über den Pharaostiefsohn Moses und den Auszug des Volkes IS-RA-EL aus Ägypten. Von Gott selbst soll Moses auf dem Berg Sinai die „Tafeln des Bundes zwischen Mensch und Gott“ empfangen haben, welche in der gleichnamigen Bundeslade aufbewahrt wurden.

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Die Geometrien der Tafeln stehen in enger Verbindung mit der großen Pyramide von Gizeh. Foto: © pixabay.com

Meditationsforschung

Dieser „Bund“ erhält nun aus der modernen Gehirnforschung eine ganz neue Interpretationsperspektive. Denn entsprechende Neurowissenschaftler welche sich mit den Auswirkungen von Meditation auf das Gehirn beschäftigen, haben in diesem Zusammenhang eine Eigenschaft des Gehirns entdeckt, welche als Synchronisation bezeichnet wird. Das Auffällige an diesem Zustand bei EEG Messungen ist, dass dabei an allen Meßelektroden, bei einer gleichzeitig überdurchschnittlich hohen elektrischen Neuroaktivität, dasselbe Signal zu sehen ist. Daraus lässt sich ableiten, dass während dieser Erfahrung auch die beiden Großhirnhemisphären synchron miteinander kooperieren.

Diese stehen jedoch über eine nur verhältnismäßig schmale Nervenverbindung, dem „Corpus Callosum“, in direkter Verbindung, welche in diesem Zustand, offenbar als Brücke zwischen den beiden Hemisphären fungierend, gänzlich offen zu stehen scheint. In manchen Traditionen wird das Corpus Callosum auch als “Tor des Himmels” bezeichnet, welches den bewussten Zugang zu den Herzensdimensionen des Selbst, und damit zur inneren Ganzheit, ermöglicht. Und zu jedem Tor existiert bekanntlich auch ein passender Schlüssel.

Psychologie

Auf diesem Weg der Harmonisierung und Verknüpfung unserer beiden Hemisphären, erlebt jeder seine ganz Individuelle innere Reise in die gedankenleeren, stillen Herzensräume des Selbst. Diese kann auch durch hypnoseähnliche Seinszustände führen, in welchen Wir unseren unerlösten bzw. abgespaltenen individuellen Seelenanteilen bewusst begegnen können. Dabei wirkt der Blick auf die Tafeln gleichzeitig wie ein Bewusstseinsanker der uns, bei möglichen dabei auftretenden kathartischen Entladungen, einen sicheren Halt gibt.

Leichter kann die Auflösung der immer auch neuronal repräsentierten Traumata, Themen und Konditionierungen der Ich-Persönlichkeit wirklich nicht sein. Einfach das bewusst werdende Thema/Emotion mit vor die Tafeln nehmen, schauen und fließen lassen. Entscheidend ist dabei jedoch die entsprechende Blicktechnik damit, aufgrund der Anatomie der Sehzentren, währenddessen auch beide Hemisphären synchron angesprochen werden. Mit jeder der auf diese harmonische Weise nach Hause geholten Abspaltung, wird der Raum zur Erfahrungsebene des Selbst und damit zum Herzensraum der Wir kollektiv erfahrbar sind, wieder ein großes Stück bewusster.

Die Tafeln von Chartres sind, aufgrund dieses unmittelbaren neurophysiologischen Wirkansatzes, nahezu einmalig unter den Meditationspraktiken und werden von entsprechenden Neurowissenschaftlern, welche sich mit den Auswirkungen von Meditation auf das Gehirn und das Nervensystem beschäftigen, inzwischen sogar als Königsweg bezeichnet.

Meditationsanleitung

Anbei die entsprechend detaillierte Meditationsanleitung (Download) inklusive Meditationsvorlage (Tafeln) zum selbst ausdrucken:

Die Tafeln von Chartres
Meditationsanleitung (PDF Download)

Meditationshinweis:

Es benötigt in etwa 20 Minuten bis sich das Gehirn auf die Tafeln einschwingt und sich die Gehirnwellenmuster entsprechend anpassen. Ich empfehle bis zu 3x pro Woche jeweils zwischen 30 – 60 Minuten pro Sitzung.

Ein persönliches Wort zum Schluss

Als ich vor einigen Jahren mit den Tafeln zu meditieren begann, konnte ich kaum erahnen das ich damit die größte Abenteuereise meines Lebens antrat. Ich wusste nichts vom Selbst und seinen Herzensdimensionen welche mir bis dato noch verborgen blieben. Schritt für Schritt jedoch lösten sich vor den Tafeln, nahezu unmerklich, mehr und mehr meiner damals noch vorhandenen Konditionierungen, Glaubenssätze, Überzeugungen und Identifikationen auf, von denen ich glaubte, dass sie meine Persönlichkeit und damit meine individuelle Existenz, ausmachen würden.

Rückblickend erkenne ich in diesen damals unbewusst gewesenen Mustern jedoch exakt jenen Bewusstseinsschleier, welcher das scheinbare Ich vom Selbst isoliert. Die Auflösung dieses Schleiers könnte somit auch als Persönlichkeits-Auflösung bezeichnet werden, wodurch unsere wahre Natur, das Selbst, die Möglichkeit erhält, in uns hervor zu treten und sich seiner selbst unmittelbar durch uns bewusst zu werden.

In diesem Bewusstseinszustand bedingungsloser allumfassender Liebe und Glückseligkeit, sind Wir unmittelbar wahrnehmbar Eins mit allem Sein. Aus dieser Erfahrungsperspektive wird gewahr, dass der einzig existierende Ort in dem „Welt“ stattfindet, wahrnehmendes Bewusstsein ist. Wir sind Teil eines sich seiner selbst bewusst werdenden universellen Bewusstseins, dessen Wesen und Natur Liebe ist.

Innerhalb dieses Seinszustandes bewegt den Menschen nur noch ein einziger Wunsch. Diese Liebe und Harmonie, die Wir kollektiv sind, mit allen Mitmenschen und Mitgeschöpfen zu teilen, um dadurch auch für andere zur Chance zu werden, die Herzensdimensionen unserer wahren Natur im universellen Selbst zu erkennen. Alleinig aus dieser Motivation heraus entstanden meine umfassenden Schriften. Mögen sie ein Licht für diejenigen sein, welche sich in ihren Herzen nach der Liebe innerhalb der Alleinheit sehnen.

Von Herzen,
Michael


Buchempfehlung

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Downloads

Meditationsanleitung inklusive Tafeln – Deutsch (PDF Download)
Meditationsanleitung inklusive Tafeln – Englisch (PDF Download)

Literatur zu den Tafeln von Chartres

G. Pennington: Die Tafeln von Chartres A4 – fertige Meditationsvorlage, Lenzwald Verlag
G. Pennington: Die Tafeln von Chartres, Patmos 2020
G. Pennington: Kleines Handbuch für Glasperlenspieler, Lenzwald Verlag 2017
G. Pennington: Vom Schielen und Schauen, Lenzwald Verlag 2017
G. Pennington: Die Tafeln von Chartres – eine archaische Meditationstechnik und ihre Bedeutung für die moderne Bewusstseins- und Hemisphärenforschung, in: Psychiatrie des rechten und linken Gehirns, Hsg. G. Oepen, im Dt. Ärzte Verlag, Köln 1988
G. Pennington: Das Geheimnis der alten Kathedralen, in „esotera“ 4/86, S.25ff, H. Bauer Verlag, Freiburg
Pierre Derlon: Die Gärten der Einweihung, Sphinx Verl. Basel 1978
Louis Charpentier: Les Mystères de la Cathedrale de Chartres, R. Laffont, Paris 1966
Robert de Borron: Die Geschichte des Heiligen Gral, Ogham Verlag, Stuttgart 1979
Robert de Borron et al.: Der Prosaroman von Josef von Arimathea, Georg Weidner (Hsg.), Eugen Franck’sche Verlagsbuchhandlung, Oppeln 1881
Bildband: Merveilleuse Notre Dame de Lausanne, Editions du Grand Pont, Lausanne 1975

Links

George Penningtons Website – Die Tafeln von Chartres
Tafeln von Chartres – 5D-Movement interne Erfahrungsgruppe
Ein kurzer Erfahrungsbericht (George Pennington Training)

Texte: © Michael Berstecher / Textversion 1.1 (05.2022)

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